Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) - Ortsgruppe Emsdetten e.V.-

  

Bis 1946    

Doch der Deutsche Schäferhund hatte in Emsdetten noch viele Freunde mehr, die ihr Hobby noch nicht aufgegeben hatten. So dauerte es auch nur noch 4 Jahre, bis 1935 wieder einige Freunde eine neue Ortsgruppe gründeten, die übrigens bis heute Bestand hat. In der Gründungsversammlung im Jahre 1935 wurden in den Vorstand gewählt:

Wilhelm Stahlhut, Münsterstr. 69         Obmann
Ferdinand Lüke, Hollingen 212           Zucht- u. Übungswart

Im Jahre 1938 wurden die Posten des Zuchtwartes und des Übungswartes neu besetzt. Es wurden dies die Herren:

Theo Haverkamp, Adolf-Hitler-Str.     Zuchtwart
Franz Bünker, Isendorf 70                   Übungswart

Nach den Berichten heute noch lebender Mitglieder, namentlich erwähnt sei hier Ewald Krampe, wurde zu dieser Zeit regelmäßig mit den Deutschen Schäferhunden gearbeitet, und auch die Zucht stand nicht hintenan.

Die Vereinsmitglieder trafen sich regelmäßig zu den Übungsstunden auf dem Stadion auf dem alten Abreiteplatz an der Eisenbahnlinie.

 

 1935 im Gründungsjahr

obere Reihe v. l.: Wilhelm Stahlhut –Vorsitzender-, Schomaker, Felix Haverkamp, Adolf Fels, Ferdinand Böringschulte, Reher, Ferdinand Lüke

untere Reihe v. l.: Franz Bünker, Kunst, Theo Haverkamp, Pötter (nicht auf dem Bild: Georg Düsterbeck, Ewald Krampe, Hans Ewald)

  

Georg Düsterbeck mit seinem Deutschen Schäferhund 

Die zu absolvierenden Übungen entsprechen in den Grundzügen auch der heute gültigen Prüfungsordnung.

In den Schutzhund-Prüfungen wurden die Hunde vorgeführt in der Fährtenarbeit, in der Unterordnung und im Schutzdienst.

Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass der Hund Haus und Hof bewachte. So war es auch ein Teil des ständigen Trainings, dass die Freunde sich zuhause gegenseitig „überfielen“, damit die Hunde vor allen Dingen lernten, den „Eindringling“ durch lautes Bellen zu melden und drüber hinaus den „Täter“ zu stellen. Der Helfer war auch damals selbstverständlich schon mit dem notwendigen Schutzanzuge bekleidet. Durch häufiges Training wurde den Hunden beigebracht, dass sie die ihnen anvertrauten Gegenstände bewachten, oft stundenlang. Dabei unternahmen die Freunde wiederholt den Versuch, diese abgelegten Gegenstände zu entwenden. Den Hunden gelang es aber immer wieder, diesen „Diebstahl“ zu verhindern. Auch das Ablegen der Hunde ohne Leine an einen Ort, an den sein Herrchen erst sehr viel später zurückkam, wurde besonders geübt.

Deutsche Schäferhunde in der Zeit um 1936

 

Theo Haverkamp verlieh seine Hündin Herta häufig an die Polizei in Emsdetten, die zu der Zeit über keinen eigenen Diensthund verfügte. Bei „dem Täter auf der Spur“ war Herta oft erfolgreich.

1936 hatten dann einige Mitglieder des Vereins eine Züchtergemeinschaft gebildet. Der Sportsfreund Wittler im Hollhorst hatte die Möglichkeit, eine von auswärts ausgeliehene Hündin unterzubringen und den Wurf junger Schäferhunde nach dem damals bekannten Rüden „Dux vom Haus Schütting“ großzuziehen. Aus diesem Wurf erhielten jeweils einen Welpen: Georg Düsterbeck, Ewald Krampe und Theo Haverkamp. Der Hund von Ewald Krampe, auf dem Gruppenbild von den Hunden in erster Reihe zu sehen, glänzte durch hervorragende Leistungen und wurde später nach Japan verkauft.

 

Während der Kriegsjahre gab es dann kein Vereinsleben mehr, die Hundeführer waren eingezogen, und auch zum Teil die „kriegsverwendungsfähigen“ Hunde. 

 
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: Katharina-Krueler@web.de
Copyright © 2001 SV-OG-Emsdetten
Stand: 09.08.2017