Verein für             Deutsche Schäferhunde (SV) - Ortsgruppe Emsdetten e.V.-

   

Zurück

              
Bericht zur DJJM 2008

Anreise (Donnerstag) 

Am Donnerstag den 08.05.2008 haben Moni und Yvonne Sabrina zum Ferienhaus der Jugendlichen aus der Landesgruppe Westfalen gebracht. Dort trafen Sie auf Verena die mit der Leistungsgruppe schon am Dienstag angereist war. Diese berichtete das die Ferienhäuser super wären und in der Nähe ein kleiner See ist, wo die Hunde jeden Tag baden können, was bei der Wärme natürlich bestens war.

Auslosungstag (Freitag)

 Leider losten Verena und Sabrina so dass sich die Fährte von Verena und der A-Lauf von Sabrina zeitlich überschneiden, ansonsten passt alles. Verena darf vormittags fährten, was bei der Wärme von Vorteil ist.
 

1. Prüfungstag (Samstag)

 Beide sind guter Dinge und leiden unter einer gesunden Portion Aufregung. Inge, Wolfgang, Angelika und Manni fahren mit Verena in die Fährte und Moni und Yvonne bleiben bei Sabrina und schauen sich die A-Läufe an.

Kurz nach 10.00 Uhr dann der erwartete Anruf aus der Fährte: Verena und Campino suchen 70 Punkte. Fazit: Hauptsache bestanden, das Glas ist halb voll!

Sabrina begibt sich konzentriert in die Parcourbegehung. Dann der Lauf: Es läuft gut doch dann steuert Enja das falsche Hindernis an, wenn sie das nimmt bedeutet das Disqualifikation. Doch mit einem rechtzeitigem „Hier“ von Sabrina bleibt es bei 2 Parcourfehlern, 1 Verweigerung und 3 Zeitfehlern. Damit stehen die beiden nach dem ersten Tag auf dem zweiten Platz bei den Jugendlichen A2.
Alles ist gut!

Gegen Abend dann ein Anruf von Verena. Campino geht es gar nicht gut, er wird zur Tierklinik gefahren und muss untersucht werden.
Banges warten!

Kurz vor dem Discoabend dann ein erneuter Anruf, Campino muss operiert werden.
Wieder warten!

Am späten Abend dann Gewissheit, Campino hat eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, die aber mit Antibiotika im Griff bekommen werden kann.
Das Aus für Verena und Campino, Schade!

2. Prüfungstag (Sonntag)

Campino geht es nach der Operation verhältnismäßig gut und benimmt sich vorbildlich in der Tierklinik. Er bleibt noch eine Nacht in der Tierklinik.

Sabrina steigert sich in dem ersten Jumping-Parcour zum Vortag, d.h. nur eine Verweigerung und zwei Zeitfehler.

Sabrina ist auch nach dem zweiten Tag immer noch auf Platz zwei!

3. Prüfungstag (Montag)

Campino befindet sich mit Angelika und Manni auf dem Heimweg. Verena bleibt, und drückt zusammen mit den anderen für Sabrina die Daumen.

Wieder eine Steigerung für Sabrina und Enja. Ein perfekter Lauf mit Null Fehlern in einer super Zeit.

Das bedeutet den Vizemeistertitel in A2 Jugend! Enja darf zur Belohnung wie die anderen Tage auch wieder im See schwimmen gehen.

Am Ende eines anstrengenden Wochenendes begleiten die jubelnden Westfalen Sabrina und Enja aufs Treppchen. Sichtlich stolz und überglücklich über die eigene Leistung nehmen die beiden ihren Pokal entgegen.

   
Fanbericht

Am Donnerstag den 08.05.2008 begannen wir unsere weite Reise nach Memmingen. Um 10:20 h, nachdem wir, Yvonne und Moni, Sabrina mit ihrer Enja eingesammelten hatten, nahmen wir die 650 km in Angriff, die vor uns lagen. Eine gemütliche Fahrt mit Hänger stand uns bevor.

Nach ca. 400 km und schon einigen Pausen hielten wir Ausschau nach einer Gastankstelle und wurden an einem Autohof auch fündig. Das Tanken stellte sich in der Ferne allerdings problematischer da als daheim. Bislang kannte ich lediglich die Raiffeisen Tankstelle in Emsdetten. Nun bei einer hoch frequentierten Shelltanke gab es doch 2 unterschiedliche Gasanschlüsse zum tanken. Beide wirkten beim ersten Hinsehen nicht so, als das sie auf meinem Anschluss passen könnten. Auf Zusicherung der Kassiererin versuchte ich es nochmals ernsthaft mit dem einem Anschluss, der jetzt natürlich auf der falschen Seite lag. Aber gemeinsam schafften wir es den Gasanschluss am Tankstutzen zu befestigen. Und siehe da es funktioniert. So konnten wir beruhigt unsere Reise fortsetzen.

Im tiefen Bayern angekommen brachten wir zunächst Sabrina zu ihrer Mannschaft. Diese war in Ferienhäuser ca. 15 km entfernt von Memmingen untergebracht, in einem Ort Namens Roth-Mühlberg. Dieser machte seinen Namen alle Ehre und wir mussten kurz vorm Ziel so manche Steigung mit einem „Flachland-Auto“ mit Hänger meistern. Das fahren durch diese ländliche Gegend gefiel uns so gut, dass wir Thomas Leyener, der draußen am Wegesrand stand, einfach links liegen ließen und weiterfuhren. Nach Protesten von der hinteren Reihe, Sabrina also, musste ich wohl oder übel rückwärts setzen, mit Hänger!!!!

Nach erfolgreicher Ablieferung machten Yvonne und ich uns nun auf den Weg zu unserem Ziel. Dem Gasthof zum Schwanen in Memmingen. Nun konnte es mir gar nicht schnell genug gehen. Daher nahm ich direkt die erste Abfahrt im Kreisel, Richtung Memmingen, obwohl unsere Uschi doch gesagt hatte, ich sollte erst die 2. Ausfahrt aus dem Kreisel nehmen. Macht ja nichts unsere Uschi ist ja flexibel und hat die neue Route gleich berechnet und uns sicher zu unserem Ziel geführt. Auf unserem Weg dorthin konnten wir in der Ferne einen Blick auf die Alpen werfen, welcher Yvonne zu der Frage verleitete: Ist das Schnee da oben auf den Bergen? Das kann doch wohl nicht sein, oder?

Am Gasthof angekommen machten wir uns auf die Suche nach einem Parkplatz. Wir näherten uns ganz langsam und vorsichtig unserem Gasthof, die Straße wirkte eher wie eine Fußgängerzone, doch ein entsprechendes Schild hatten wir nicht gesehen. Was wir auf unsere Suche wohl erblickten, war ein Schild, „Zum Biergarten“. Da müssen wir ja wohl nicht rein, oder? Also fuhren wir weiter, und da, vor unserem Gasthof, saßen Woy und Inge, gemütlich bei einem Getränk und die Speisekarte studierend. Woy führte uns dann zu unserem komfortablen Parkplatz. Wir mussten doch Richtung Biergarten und parkten im Innenhof, vor dem Biergarten. Geschafft, jetzt haben wir uns auch ein Radler verdient, oder auch 2.

Am Freitag hatten wir bis zum frühen Abend zeit, so dass wir gemeinsam einen Ausflug zum Bodensee unternehmen wollten. Nach dem „üppigen“ Frühstück machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Memminger Innenstadt. Als erstes wurden Passfotos von Woy und Inge gemacht. Dann standen uns große Entdeckungen bevor. Eine Großbaustelle mit einem großen Abrissbagger, Woy konnte sich von diesem Anblick gar nicht lösen. Alles andere war recht uninteressant für ihn. Er drängelte immer wieder, wir sollten doch nun endlich zurück zum Gasthof, damit wir noch zum Bodensee fahren könnten. Um 12 Uhr, so seine Aussage, würde er auch nicht mehr losfahren. So gingen wir zu Inges Leidwesen zurück. Nun also auf dem Weg nach Lindau hatten wir dann aber doch noch so viel Zeit, dass Woy einen kleinen Zwischenstopp am Memminger Stadion machen konnte. Das sei mal gesagt, so viel Zeit muss sein.

Danach ging es aber wirklich los zum Bodensee. So richtig im Fahrt gekommen auf der Autobahn, wurde unsere Fahrt jäh gestoppt. Der Zoll winkte Woy raus und unterzog uns einer Ausweiskontrolle. Der kontrollierende Zollbeamte bemerkte ganz freundlich, dass wir aus „Emschdetten“ kommen, was Woy in seiner ihm bekannten Korrektheit nicht akzeptieren konnte. Er korrigierte den Beamten so oft, dass auch dieser dann „Emsdetten“ von sich gab. Wir anderen drei machten bange Minuten durch, gleich reichts dem Beamten und er nimmt das ganze Auto auseinander. Aber nein, wir durften unsere Fahrt fortsetzen.

In Lindau angekommen machten wir eine Wanderung um die Halbinsel. Wir machten eine Entdeckung nach der anderen. Wir sahen eine „Zigarre“ oder auch Zeppelin genannt, was die jüngeren unter uns doch verzückte. Wir sahen ein hübsches Finanzamt und auch eine Frauenklinik von Dr. Alarm, aber nicht doch, es heißt Dr. Alram. Ist doch ziemlich ähnlich, oder? Auch konnten wir die schwerwiegende Frage vom Vortag klären, denn auch von hier konnte man einen Blick auf die Alpen werfen. Ja doch, es ist Schnee auf den Gipfeln der Berge. Dieses und auch die Geschichte vom Frosch, der in die Höhe möchte, oder vom kleinen Negerjungen aus Wanne-Eickel erfuhren wir auf unserem Ausflug. Bevor wir uns auf die Rückfahrt nach Memmingen machten, fuhren wir noch an den Lindauer Dornierwerken vorbei. Welche für Woy und Moni wohl ein Begriff waren, für Inge und Yvonne aber eher nicht von Interesse waren.

Also nun aber zurück! Woy war so in seinem Element beim Fahren, dass er Inges sowie Pauls Hinweis, dass wir die Autobahn verlassen müssen, ignorierte. Er fuhr immer weiter. Das wäre sie gewesen, unsere Ausfahrt, nehmen wir also die nächste und fahren dann eben wieder zurück. Das wiederum führte uns kurz in einen Stau. Na ja, kann ja mal passieren.

In Memmingen angekommen schauten wir uns nun den Übungs- und Campingplatz sowie das Festzelt an. Wir stellten erfreut fest, dass beides, das Stadion bzw. das Festzelt, von unserem Gasthof gut zu Fuß zu erreichen ist. 

So jetzt ging es zurück zum Gasthof, dort waren nun auch schon Manni und Angelika, bei einem gemütlichen Radler, nach anstrengender Fahrt. Jetzt kam die Planung für den Abend. Wir wollten den Probschutzdienst im Stadion sehen und anschließend die Auslosung im Festzelt verfolgen. Schaffen wir das zeitlich?

Also auf geht’s zum Stadion. Dort angekommen hatten wir noch Zeit. Hunger hatten wir auch, so dass wir der Stadiongaststätte einen Besuch abstatteten. Wir wurden freundlich empfangen und bewirtet. Das Essen war gut und reichlich. Bei einem freundlichen Gespräch mit dem Wirt, informierten wir diesen, dass es an diesem Wochenende wohl mehr werden könnte und fragten ihn, ob er sich wohl reichlich eingedeckt hätte. Er meinte wohl. Na dann. 

Mit gefülltem Bauch und gut zufrieden schauten wir uns den Probeschutzdienst an. Danach ging es dann, zumindest für manche von uns, im Galopp zum Festzelt zur Auslosung. Diese verfolgten wir gespannt und notierten alles. Wir notierten soviel, dass wir die Losnummer 36 im Leistungsbereich gleich zweimal notiert hatten. Über diesen faux pas informierten wir natürlich sofort den Jugendwart von Bayern Süd Josel Liegl. Dieser wurde ganz nervös und geriet prompt ins Schwitzen. Er ging sofort, um diesen Sachverhalt zu klären. Als er mit seinem Sohn zurückkam war er wieder ganz ruhig. Der Fehler lag auf unserer Seite, wir waren bei all unserem Notieren wohl zu übereifrig gewesen. Die Losnummer 36 war im Leistungsbereich nicht doppelt vergeben. Die zweite, von uns notierte 36, gehörte in den Agility-Bereich. 

Nach ein paar Radlern bzw. Bierchen, die wir uns glücklich erkämpft hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Gasthof. Dort angekommen hatten wir Glück und durften dort noch ein „Gute Nacht“ Radler/Bierchen trinken. 

Am nächsten Morgen, es ist bereits Samstag, frühstückten wir alle gemeinsam. Danach gingen wir zum Stadion um dem ersten Wettkampftag beizuwohnen. (siehe Bericht 1) 

Wie auch im Vorjahr genossen wir im Stadion das leckere Würz-Softeis. Was für manche nicht so leicht zu essen war, was zu manchen farbigen Klecksen auf der getragen Kleidung führte. Besonders schwierig zeigte sich der ach so leckere Eismohr. 

Am Abend führte uns unser Weg dann zum Diskoabend. Woy in seiner freudigen Erwartung der lauten Musik, ließ sich zum ersten Mal zu der Äußerung hinreißen: „Haben wir ein Glück“. Die permanente Gesellschaft so vieler netter Frauen hinterließ seine Spuren. Schon auf unserem Weg konnten wir den Bass ertönen hören und Woy hielt sich an seinem Glück fest. Am Zelt angekommen sagten wir nur kurz Verena und Sabrina hallo und gingen dann Woy folgend zum Bayern-Süd-Zelt. Woy hatte eine Einladung von Richard Aschenbrenner erhalten. Wir wurden sehr herzlich von Richard und seiner Frau Angie empfangen und bewirtet. Hier war es doch schöner als im lauten Zelt. Nach angenehmen Gesprächen wollten wir uns auf den Heimweg machen und verabschiedeten uns von Richard und Angie. Dabei passierte noch ein kleines Missgeschick. Inge wurde von einem Absatz so unglücklich getroffen, dass es einen ihrer Zehen zum Pochen brachte und dieser an den folgenden Tagen in den schönsten Farben schimmerte. 

Über den nicht gerade üppig beleuchteten Campingplatz suchten wir unseren Weg nach Hause. Wieder am Gasthof angekommen, gab es leider diesmal keinen „Gute Nacht“ Trunk mehr. Schade. 

Der Sonntag starte genauso wie der Samstag, nur mit dem Unterschied, dass Woy immer mehr Glück hatte. Seine Äußerung „haben wir ein Glück“ war so ansteckend, dass wir alle diese bis zum Abend übernommen hatten. Am Festabend prosteten wir nur noch mit diesem Ausspruch. Der Wettkampftag zog sich lange hin, dass wir es nicht pünktlich zum Festabend schaffen konnten. Leider konnten wir den zahlreichen Reden nicht beiwohnen. Aber die Verleihung der Anerkennungsurkunde für Thomas Leyener, übergeben auf einem Schmierzettel, bekamen wir noch mit. Aber immerhin war sie verbunden mit einem Kurzurlaub im Sauerland. 

Nun ging es nahtlos über in den geselligen Teil des Abends. Nach kurzer Zeit kamen Richard und Angie, wie für die Bayern-Süd üblich, in traditioneller Trachtenkleidung, zu unserem Tisch. Ihm folgte eine Bedienung mit einem Tablett voller Bier, gesponsert von Richard und Angie. Wir hatten einen sehr fröhlichen und schönen gemeinsamen Abend. Zwischenzeitlich meinte Richard, dass die „Jungen“ von uns doch mal Tanzen gehen müssten und besorgte direkt Tanzpartner. Darunter kein anderer als sein Sohn, ein Schutzdiensthelfer der Veranstaltung. Auch gingen wir alle gemeinsam zur Tanzfläche um ausgelassen das Tanzbein zu schwingen. Ein gelungener Abend. Aber auch dieser ging mal zu Ende und wir mussten den Heimweg antreten. Nun begann ein langes Warten auf die Herren unserer Runde. Beide waren wohl in tiefsinnige Gespräche verwickelt worden. Manche von uns legten schon mal ein kleines Nickerchen ein. 

Der nächste Morgen kam doch schneller als die Tage zuvor. Manni und Angelika machten sich auf den Rückweg nach Emsdetten mit Campino. Wir anderen machten uns müde auf den Weg zum 3. Wettkampftag. Aber trotzalledem lag immer noch das Glück in der Luft und Woy schaffte es wieder uns mitzureißen. Wir erlebten eine glückliche Sabrina mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft in ihrer Klasse und eine schöne Siegerehrung.

Nach diesem anstrengenden Wochenende ließen wir nun diesen Tag ruhig in unserem Gasthof ausklingen. Für die anstrengende Rückfahrt am nächsten Tag sollten wir unsere Kräfte wieder ein bisschen aufladen.

Am nächsten Tag wurden die Autos gepackt und wir machten uns wieder auf zu den Ferienhäusern der Westfalen. Woy begleitete uns falls wir nicht alles Gepäck unterbringen könnten. Denn nun reiste auch Verena mit uns zurück und Enja fuhr natürlich, wie schon auf der Hinfahrt, bei uns im Auto mit.

Nach über 8 Stunden Fahrt und mehrer Pausen lieferten wir zunächst Verena zu Hause ab und dann Yvonne.

Die amtierende Vizemeisterin und ich, arbeitsfreudig wie immer, fuhren direkt durch zur Agility-Trainingstunde in Wettringen. Hupenderweise fuhren wir aufs Gelände und eine glückliche und stolze Annette empfing ihre Tochter. Diese, wohlbemerkt, hatte doch tatsächlich daran gedacht in Memmingen ein Muttertagsgeschenk einzukaufen.

So endete nun unsere Reise zu der Deutsche Jungend- und Juniorenmeisterschaft 2008.

 

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: albers-emsdetten@web.de 
Copyright © 2001 SV-OG-Emsdetten
Stand: 21.05.2008